An der historischen Joachim-Wagner-Orgel von 1722
in der St.- Marienkirche zu Berlin-Mitte

Michael Schulze, geboren 1981 in Recklinghausen, erhielt seinen ersten Musikunterricht bei Friedhelm Floer in Recklinghausen, nachdem er später zum Klavier- und Orgelunterricht (Orgel bei Kreiskantor Stefan Iseke) wechselte.
1997-1999 Kirchenmusiker an der Friedenskirche und am Gemeindezentrum Horneburg in Datteln, 1998 – 2003 Kirchenmusiker an der Pfarrkirche Christus-König in Oer-Erkenschwick und seit 2003 Kirchenmusiker an der Johanneskirche in Oer-Erkenschwick. 
Konzerttätigkeit als Organist (Solist und/oder Begleiter) u. a. in Berlin, Soest und in NRW. Regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen in den Bereichen Orgel, Chorleitung, Kinderchorleitung und im popularmusikalischem Bereich.
Seit 1999 gehört Michael Schulze dem Verband Ev. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Deutschland an.

Festliches Konzert für Trompeten und Orgel

Das Ensemble „QuintEssenz“ mit den fünf jungen Trompetern begeisterte die Zuhörer
in der Herner Christuskirche. FOTO: FW SIEPMANN

Ein beeindruckendes Konzert erlebten zahlreiche Zuhörer am 6. April 2014 in der Ev. Christuskirche Herne. Das Ensemble „QuintEssenz“ mit den jungen Trompetern Sinje und Hans-Martin Schnittker, Farina Baßfeld, Martin Berner sowie John Dennis Renken spielten Originalwerke des Amerikaners Erik Morales (*1966) für fünf-stimmigen Trompetenchor und Bearbeitungen von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847), Henry Purcell (1659-1695) und der französische Barockkomponist Jean-Joseph Mouret (1682-1738) für fünf Trompeten und Orgel (an der Orgel: Michael Schulze).

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Spiritual „Go down Moses“ (Satz von Jean-Francois Michel * 1957), und schon hier fielen der gepflegte Klang des Ensembles und das saubere Zusammenspiel auf. Mendelssohns Vertonung des 100. Psalms in der Motette „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ empfiehlt sich zum Vortrag mit Orgel und Trompeten, weil sie aus mehreren unterschiedlichen Teilen aufgebaut und teilweise achtstimmig gesetzt ist. Noch wirkungsvoller war das Abwechseln zwischen Trompeten und Orgel bei dem doppelchörigen Satz „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ nach Psalm 91 aus Mendelssohns „Elias“, weil jeweils ein Chor einer Klanggruppe zugeordnet werden konnte, was den Aufbau des Chorsatzes verdeutlichte und mit der Zusammenfassung beider Klanggruppen am Ende in einen prächtigen Schluss mündete.

Für die Schlusswerke von Mouret und Purcell dagegen, bei denen die Orgel eine Klangsteigerung darstellen sollte, war die Orgel der Christuskirche etwas zu klein, sodass sie beim gemeinsamen Spielen etwas unterging. Die drei eingefügten Choralvorspiele für Orgel solo von Johann Sebastian Bach, Gustav Gunsenheimer (*1934) sowie Johann Pachelbel 1653-1706) dagegen wirkten als Ruhepunkte innerhalb der virtuosen Trompetenmusik.

Höhepunkt des Nachmittagskonzertes war zweifellos der Vortrag von zwei Werken des Trompeters und Komponisten Erik Morales. Zunächst erklang das dreisätzige „Cityscapes“ (Rush Hour, Wolkenkratzer und Rhythmus der Großstadt), ein gekonntes Abbild der Rastlosigkeit einer modernen Stadt, das die Zuhörer mit komplizierten Rhythmen und atemberaubenden Tempi in seinen Bann schlug, vom meisterlichen Ensemble souverän bewältigt. Das Stück „Metallic Fury“ lebte vom Wechsel zwischen dem hohen Trompetenklang und dem tieferen, warmen Klang von Flügelhörnern. Am Schluss kam sogar die helle, klare Bachtrompete zum Einsatz. Das Ensemble „QuintEssenz“ begeisterte mit seiner sauberen Intonation, seiner großen Virtuosität und seiner äußerst ausdrucksvollen Darbietung und belohnte das unermüdlich klatschende Publikum mit zwei Zugaben. BW

Aufführung des Pop-Oratoriums "Die 10 Gebote" mit Dieter Falk
Welturaufführung "Luther" am 31. Oktober 2015, Westfalenhalle Dortmund